Ladenbau

Das Erfolgsrezept hinter Deutschlands bestem Getränkemarkt 2026

Der Getränkefachhandel steht vor einem Wandel. Klassische Märkte mit rein funktionaler Warenpräsentation reichen längst nicht mehr aus, um Kunden nachhaltig zu begeistern. Mit dem GVP-Getränkefachmarkt in Weiden hat das Getränkehaus Plöchl genau hier angesetzt – und ein Konzept realisiert, das Erlebnis, Sortimentstiefe und Markenidentität konsequent neu definiert.

Das Ergebnis: die Auszeichnung als „Bester Getränkehändler 2026“ in der Kategorie Getränkefachmarkt beim renommierten RUNDSCHAU-Wettbewerb.

Gemeinsam mit Kesseböhmer als Ladenbau-Partner entstand ein Markt, der nicht nur verkauft, sondern begeistert – und als Blaupause für die Zukunft des Getränkefachhandels dient.

Vom Getränkemarkt zum Fachmarkt

Die Ausgangsfrage war so einfach wie entscheidend:

Warum sollte ein Kunde heute noch gezielt einen Getränkemarkt aufsuchen?

Für Geschäftsführer Ludwig Maximilian Plöchl war die Antwort klar: Nur mit echtem Mehrwert.

Ein erweitertes Sortiment, Erlebnischarakter und eine klare Positionierung sollten den Unterschied machen. Der Markt in Weiden wurde deshalb bewusst als Leuchtturmprojekt konzipiert – als Ort, der neue Standards setzt.

Interview: „Warum Weiden zum besten Getränkehändler 2026 gekürt wurde?“

Ludwig Maximilian Plöchl, Geschäftsführer Getränkehaus Plöchl, über Vision, Umsetzung und Mut zur Veränderung

Herr Plöchl, warum war es Ihnen wichtig, mit diesem Markt neue Maßstäbe zu setzen?

Der Getränkemarkt musste sich erstmal zum Fachmarkt entwickeln. Viele Sortimente, die es im Lebensmitteleinzelhandel gibt, fehlen klassisch im Getränkemarkt. Gleichzeitig braucht der Kunde einen echten Grund, überhaupt zu kommen. Das sind vor allem Sortiment, Erlebnis und Wohlfühlfaktor – und genau das wollten wir in Weiden auf die Spitze treiben.

Gab es einen konkreten Auslöser für diese Idee?

Ich habe früh erkannt, dass sich die Branche in diese Richtung entwickeln muss. Als Juniorchef hatte ich aber zunächst nicht die Möglichkeit, alles direkt umzusetzen. Das hatte auch Vorteile: Ich konnte viele Ideen im Kleinen testen. Irgendwann war klar – wir müssen es richtig machen und ein Gesamtkonzept schaffen, das wirklich heraussticht.

Partnerschaft als Erfolgsfaktor

Warum fiel die Entscheidung auf Kesseböhmer als Ladenbau-Partner?

Alles beginnt mit Menschen. Die Zusammenarbeit war von Anfang an angenehm und auf Augenhöhe. Gleichzeitig ist Kesseböhmer extrem lösungsorientiert – das ist heute nicht selbstverständlich.

Wie haben Sie die Projektphase erlebt?

Sehr intensiv und direkt. Es gab keine Umwege, keine „stille Post“. Änderungen wurden schnell umgesetzt, auf Sonderwünsche wurde eingegangen. Genau so stellt man sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit vor.

Einkaufserlebnis im Fokus

Im Zentrum des Konzepts steht ein durchdachtes Einkaufserlebnis:

klare Kundenführung, maximale Übersicht und durchgängige Warenverfügbarkeit.

Was war Ihnen bei der Gestaltung besonders wichtig?

Der Markt ist vollständig regaliert, sodass Kunden jederzeit Zugriff auf Kleingebinde haben. Besonders ist, dass wir nahezu jedes Kistensortiment auch als Sixpack anbieten – das gibt es so in dieser Form kaum.

Und bei der Kundenführung?

Der Kunde soll sich wohlfühlen und das gesamte Sortiment entdecken können – ohne Abkürzungen oder Hektik.

Markenidentität und Skalierbarkeit

Was in Weiden begann, ist längst mehr als ein Einzelprojekt.

Welche Rolle spielt die Markenidentität?

Eine sehr große. Das Konzept aus Weiden wird aktuell auf weitere Märkte übertragen. Ziel ist es, eine klare, wiedererkennbare Handschrift zu entwickeln.

Ist das bei einem so individuellen Markt überhaupt skalierbar?

Genau das war die Herausforderung. Gemeinsam mit Kesseböhmer haben wir Lösungen entwickelt, die sich auch auf kleinere Flächen übertragen lassen.

Begeisterung, die ankommt

Die Resonanz der Kunden bestätigt den Ansatz eindrucksvoll.

Wie reagieren Besucher auf den Markt?

Durchweg begeistert – von Atmosphäre und Warenpräsentation. Aussagen wie „Kathedrale der Getränke“ oder „Getränkemarkt der Superlative“ hören wir öfter.

Was überrascht Erstbesucher am meisten?

Ganz klar: Einrichtung und Beleuchtung. So etwas erwartet man in einem Getränkemarkt nicht.

Besondere Lösungen im Detail

Neben Design und Sortiment überzeugt der Markt auch mit innovativen Konzepten im Detail.

Gibt es Bereiche, auf die Sie besonders stolz sind?

Unser Kühlkonzept. Statt klassischer Kühlzellen haben wir Kühlschränke modular integriert und optisch ins Gesamtkonzept eingebunden. Das ist nicht nur übersichtlicher für den Kunden, sondern auch deutlich besser skalierbar.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Regionalität?

Eine sehr große. Wir setzen stark auf Mehrweg und geben regionalen Herstellern bewusst Raum. Regionalität ist für uns kein Trend, sondern Überzeugung.

Mut, Leidenschaft – und eine klare Vision

Der Weg zum fertigen Markt war anspruchsvoll:

Eine ehemalige Bowlingbahn wurde vollständig umgebaut – mit einem Invest, das deutlich über dem Durchschnitt lag.

Was war die mutigste Entscheidung im Projekt?

Genau diese Transformation überhaupt anzugehen.

Gab es einen besonders prägenden Moment?

Die Eröffnung – und natürlich die Auszeichnung als bester Getränkefachmarkt Deutschlands. Das zeigt, was möglich ist, wenn alle mit Leidenschaft an einem Ziel arbeiten.

Auszeichnung als Bestätigung

Nach dem Auftakt in Weiden plant Maximilian Plöchl die Expansion des Konzepts auf mindestens zehn weitere Standorte. Dabei soll die Kernidee erhalten bleiben, während sich das skalierbare Ladenbau- und Gestaltungskonzept flexibel an unterschiedliche Marktgrößen anpassen lässt.

Blick nach vorn: Das Konzept wird ausgerollt

Beim Branchenevent „GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2026“ setzte sich der Markt in Weiden vor 600 Gästen gegen die bundesweite Konkurrenz an die Spitze. Die Auszeichnung bestätigt die Exzellenz in Bereichen wie Sortiment, Warenpräsentation, Atmosphäre, Vermarktung sowie Servicequalität.

Fazit: Ein Markt als Blaupause für die Branche

Der GVP-Getränkefachmarkt in Weiden zeigt, wie sich der stationäre Handel neu erfinden kann: mit Mut zur Veränderung, klarer Markenstrategie und konsequenter Kundenorientierung. Gemeinsam mit Kesseböhmer entstand so nicht nur ein herausragendes Einzelprojekt, sondern ein Konzept mit Zukunft – für den gesamten Getränkefachhandel.